Aktuelles
Zur Aktuellen Vereinspolitik
Hallo TSG-Fans,
was genau ist eigentlich mit unseren Mitgliederdaten passiert?
Diese Frage beschäftigt uns seit Monaten und ist bis heute nicht vollumfänglich aufgeklärt. Im Januar informierte der TSG Hoffenheim e.V. seine Mitglieder über eine Weitergabe der Mitgliederlisten im Vereinsumfeld. Inzwischen stellen sich aufgrund öffentlich gewordener Informationen mehrere Fragen, die für Verwirrung sorgen. Wir haben bewusst zunächst
von einer Stellungnahme abgesehen und die weiteren Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Datenschutzvorfall abgewartet. Was sich in den vergangenen Monaten rund um die Weitergabe der Mitgliederliste, die Aufarbeitung des Vorgangs und insbesondere die Kommunikation der Verantwortlichen entwickelt hat, können und wollen wir nicht länger
unkommentiert lassen. Zu viele Fragen sind offengeblieben und zu viele Vorgänge bislang nicht nachvollziehbar erklärt worden. Deshalb sehen wir nun den Zeitpunkt gekommen, unsere Sicht der Dinge darzustellen.
Ein am 22. September 2026 im kicker erschienener Artikel sowie eine öffentliche arbeitsgerichtliche Verhandlung am Landgericht Heidelberg mit zwei ehemaligen Mitarbeitenden werfen zusätzlich zahlreiche Fragen auf und lassen manche der bisherigen Darstellungen in einem anderen Licht erscheinen. Doch bevor wir auf die aktuellen Entwicklungen eingehen, wollen wir zunächst dort beginnen, wo alles seinen Anfang genommen hat:
Als der Verein im Januar 2026 über den Datenschutzvorfall informierte, kündigte er zugleich eine umfassende Aufklärung des Vorgangs an. Zunächst muss ausdrücklich festgehalten werden: Der Verein hat den Vorfall zu diesem Zeitpunkt transparent gegenüber seinen Mitgliedern kommuniziert. Die Mitglieder erfuhren aus erster Hand von ihrem eigenen
Verein, dass es einen Datenschutzvorfall gegeben hatte. Das unterscheidet unseren Fall vom Datenschutzvorfall beim VfB Stuttgart im Jahr 2020. Damals wurden die Mitglieder nicht durch ihren Verein selbst, sondern erst durch einen Bericht des kicker auf den Vorfall im Zusammenhang mit Mitgliederdaten aufmerksam gemacht.
Der TSG e.V. stufte den Vorgang nach anwaltlicher Beratung als Datenschutzvorfall ein und meldete ihn dem zuständigen Datenschutzbeauftragten des Landes Baden-Württemberg. Nach unserem Kenntnisstand liegt der Vorgang dort weiterhin zur Prüfung vor. Mit den Veränderungen im Präsidium Anfang Februar änderte sich aus unserer Wahrnehmung auch der Umgang des e.V. mit dem Datenschutzvorfall. Während der Vorgang zunächst transparent kommuniziert und als Datenschutzvorfall eingeordnet worden war, entstand zunehmend der Eindruck, dass die Bedeutung des Themas heruntergespielt und relativiert wurde.
Um diese Entwicklung einordnen zu können, lohnt ein Blick auf die personellen Veränderungen innerhalb der TSG in den Monaten zuvor. Der Verein ist seit Längerem von einer gewissen Fluktuation auf Führungsebene geprägt. So wurde bereits im November 2025 die bis dahin bestehende vierköpfige Geschäftsführung aufgelöst. Schütz und Briel verließen den Verein, während Schicker und Jost als verbleibende Geschäftsführer die Verantwortung für die TSG übernahmen. Nachdem im November 2025 bekannt geworden war, dass Schicker die TSG verlassen und zum VfL Wolfsburg wechseln wollte, war es Christoph Henssler – damals zweiter Vorsitzender und nach dem Ausscheiden von Jörg Albrecht interimistischer erster Vorsitzender des e.V. – der sich gegen einen Wechsel aussprach und sein Veto einlegte. Schicker blieb daraufhin bei der TSG.
Damit lagen die wesentlichen Verantwortlichkeiten zunächst bei Schicker und Jost auf Seiten der Geschäftsführung sowie bei Henssler und Engelhardt auf Seiten des e.V. Gerade vor diesem Hintergrund sind die Veränderungen im Präsidium und deren zeitliches Zusammentreffen mit dem veränderten Umgang mit dem Datenschutzvorfall aus unserer Sicht von Bedeutung. Denn mit dem Wechsel im Präsidium entstand zunehmend der Eindruck, dass der zuvor als Datenschutzvorfall kommunizierte Vorgang nicht mehr mit derselben Konsequenz behandelt wurde. Statt einer umfassenden Aufklärung rückte aus unserer Wahrnehmung zunehmend eine Relativierung der Vorgänge in den Vordergrund. Welche Entscheidungen hierzu getroffen wurden und wer dafür jeweils Verantwortung trug, ist bis heute nicht in allen Punkten nachvollziehbar.
Nach unserem Kenntnisstand wollte Henssler die Datenschutzthematik aufgreifen und drängte auf eine umfassende Aufklärung. Gerade er hatte sich bei seiner Wahlrede auf der Mitgliederversammlung zuvor für einen transparenten Umgang mit solchen Vorgängen eingesetzt und musste sich daran auch messen lassen. Zu einer vollständigen Aufklärung
kam es jedoch nicht, denn Henssler wurde zunehmend an mehreren Stellen unter Druck gesetzt und schied im Februar mehr oder weniger unfreiwillig aus dem e.V. aus. Für die Entscheidung, Schicker bei der TSG zu halten, erfuhr er innerhalb der TSG zunächst viel Anerkennung. Umso unverständlich war die Entwicklung, die anschließend einsetzte: Henssler wurde öffentlich vom eigenen Verein kritisiert und zunehmend zum Gegenstand teils massiver Anfeindungen.
Teilweise entstand dabei aus unserer Wahrnehmung der Eindruck einer regelrechten SocialMedia-Kampagne, die ihren Ursprung im Umfeld von Mitarbeitern des eigenen Vereins hatte.
In den vergangenen Jahren kam es schon des Öfteren vor, dass Funktionäre, die Dinge kritisch hinterfragten und eher im Sinne des Vereins agierten, Gegenwind erhielten am Ende selbst zum Problem gemacht wurden. Beispiele dafür gab es genügend.
Laut Berichterstattung des kicker vom 22. September 2026 sollen die kompletten Mitgliederlisten beim Family Office von Dietmar Hopp gelandet sein. Dies wurde im Rahmen des arbeitsgerichtlichen Verfahrens zweier ehemaliger Mitarbeitenden öffentlich bekannt. Eine öffentliche Distanzierung der TSG hierzu erfolgte nach unserer Kenntnis bisher nicht. Mittlerweile ist zudem bekannt geworden, dass Henrik Westerberg die Mitgliederlisten weitergegeben hat. Damit stellen sich mehrere Fragen: Was genau geschah mit den Daten? Zu welchem Zweck wurden sie weitergegeben? Wer veranlasste die
Weitergabe? Dass die Mitgliederlisten ihren Weg bis zum Family Office von Dietmar Hopp gefunden haben sollen, lässt viel Spekulationen zu. Westerberg ist ehemaliger Mitarbeiter der Dietmar Hopp Stiftung und eng mit der Familie Hopp verbunden.
Da uns die Weitergabe der Mitgliederliste bereits seit Anfang des Jahres beschäftigte, kam es im Sommer zu einem der regelmäßigen Treffen mit Fanszene, GmbH und e.V., an welchem das Thema nochmals auf den Tisch gebracht wurde. Bei dem Termin beteuerte Andreas Schicker, dass es überhaupt keinen Datenschutzvorfall gegeben habe. Zugleich wurde uns vermittelt, dass Henrik Westerberg, mittlerweile in neuer, anderer Funktion innerhalb der GmbH tätig, sich in dieser Angelegenheit nichts vorzuwerfen habe. Diese Darstellung stand für uns in einem deutlichen Spannungsverhältnis zu der ursprünglichen Kommunikation des Vereins. Schließlich war der Vorgang zuvor nach anwaltlicher Beratung als Datenschutzvorfall eingestuft und dem zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten gemeldet worden. Die Aussagen bei diesem Treffen haben uns bereits zu diesem Zeitpunkt irritiert und zum Nachdenken gebracht. Nach aktuellem Stand von Oktober 2026 stellte sich nun die Aussage von Andreas Schicker, wonach es überhaupt keinen Datenschutzvorfall gegeben habe, aufgrund neuer öffentlich gewordener Informationen aus dem Gerichtsprozess als unwahr heraus.
Inzwischen geht es für uns um weit mehr als um einen angeblich „geringfügigen formalen Fehler“, wie Jörg Albrecht und Frank Engelhardt bei der diesjährigen Mitgliederversammlung die Datenschutzthematik dargestellt haben. Diese Einschätzung wurde mit einem Gutachten des e.V. begründet. Das Gutachten selbst wurde den Mitgliedern jedoch nie offengelegt. Gleichzeitig ist ein solches Gutachten – unabhängig von seinem Inhalt – rechtlich nicht bindend, was durch eine TSG-Pressemitteilung am 9.März aber so dargestellt wurde. Sportlicher Erfolg und Vereinspolitik müssen immer getrennt voneinander betrachtet werden. Teilweise wirkte es so, als wolle man als Verein vom Datenschutzvorfall ablenken und nur über die sportlichen Leistungen berichten. Sportlicher Erfolg darf nicht dazu führen, dass Vorgänge innerhalb des Vereins an Bedeutung verlieren oder dass kritische Fragen nicht mehr gestellt werden (dürfen). Es geht um den Umgang
mit den persönlichen Daten der Mitglieder, um Transparenz und vor allem um die Frage, wie der Verein mit seinen Mitgliedern kommuniziert. Gleichzeitig sind Daten von Kindern betroffen, die es besonders zu schützen gilt. Für uns steht fest: Als Mitglieder wurden wir bislang nicht vollständig und transparent über die Vorgänge informiert. Zu viele Fragen sind weiterhin offen.
Im arbeitsgerichtlichen Verfahren besagter ehemaliger Mitarbeitenden vom 22. September 2026 soll es auch um eine Aussage des dritten Vorsitzenden Frank Engelhardt unter Eid gegangen sein, deren Glaubhaftigkeit in der Berichterstattung des kicker infrage gestellt wurde. Uns steht es nicht zu, die Glaubwürdigkeit einzelner Aussagen zu bewerten. Die Entwicklung sollte jedoch aufmerksam verfolgt werden. Darüber hinaus stellt sich die brisante Frage, ob die Weitergabe der Mitgliederlisten möglicherweise im Zusammenhang mit der Suche nach einem für die Investorenseite geeigneten Präsidentschaftskandidaten stand. Angesichts der anstehenden Wahlen im März drängt sich zumindest der Eindruck auf, dass gezielt nach einem Kandidaten gesucht worden sein könnte, der aufgrund seiner Vita und seiner Nähe zum Umfeld von Dietmar Hopp als passend erschien. Sollten hierbei Einflussnahmen außerhalb der vorgesehenen Vereinsstrukturen stattgefunden haben, um die Grenzen der 50+1-Regel faktisch zu umgehen, wäre dies aus unserer Sicht ein Vorgang, der umfassend aufgeklärt werden müsste.
Zusätzlich wirft auch die aktuelle Rolle von Gerd Oswald Fragen auf. Der langjährige SAP-Manager ist seit vielen Jahren mit Dietmar Hopp befreundet und wirkt, nach unserer Wahrnehmung aus dem TSG-Umfeld, mittlerweile über eine Vollmacht von Hopp zunehmend im Tagesgeschäft mit. Angesichts der Vollmacht ist diese Entwicklung zunehmend kritisch zu hinterfragen. Ebenso lässt der neu gewählte Vorstand des e. V., aus André Kreuzwieser und Florian Beil in dieser Hinsicht die versprochene Hartnäckigkeit und Transparenz bislang vermissen. Es entsteht vielmehr der Eindruck, dass man darauf wartet, bis genügend Gras über die Sache gewachsen ist. Der Zweck der Datenweitergabe wurde bis heute den Mitgliedern nicht offengelegt, dabei ist die Regelung im Datenschutz laut Gesetz sehr klar geregelt, denn Daten dürfen nur für festgelegte, eindeutige und legitime Zwecke weitergegeben werden.
Wir erwarten in dieser Sache eine klare und nachvollziehbare sowie wahrheitsgemäße Aufklärung seitens GmbH und e.V.! Dann wird sich zeigen, ob der e.V. den erst kürzlich eingeschlagenen Weg von mehr Transparenz und weniger Einflussnahme von außen durch die vergangenen Personalrochaden schon wieder verlassen hat.
Young Boyz 2007 im Oktober 2026
Auf Grundlage mehrerer öffentlich zugänglicher Presseberichte sowie persönlicher Gespräche unseres Vorstandes mit Verantwortlichen der TSG möchten wir die Weitergabe der Mitgliederliste und die damit verbundene Datenschutzthematik in unserem Info-Flyer und auf unserer Homepage aufgreifen.

Allle in weiß zur U19
Hallo TSG- Fans,
Unsere Jungs von der U19 spielen eine brutale Runde und haben sich diese Chance ins Finale um die Deutsche Meisterschaft mehr als verdient.
Jetzt geht’s am Freitag im Dietmar Hopp Stadion gegen die Jungs aus Mainz. Deshalb unser Aufruf: Kommt alle im Weißen Shirt oder Weißen Trikot! Organisierter Support findet in Block 5 (Sitzplatz) statt. Schließt euch gerne an, macht mit und sorgt dafür, dass die Jungs 90 Minuten lang spüren, dass wir hinter ihnen stehen.
Anstoß ist um 18 Uhr.
Tickets gibt’s an der Tageskasse, Infos zu möglichen Online-Tickets folgen.
Für die Zukunft unserer TSG!

Becherspende für den guten Zweck
Hallo TSG-Fans,
lasst uns gemeinsam ein wichtiges Zeichen setzen!
Beim Heimspiel gegen Mainz sammeln wir Becherspenden – dieses Mal für die Aufklärungsarbeit und Forschung rund um ME/CFS.
ME/CFS ist eine schwere, chronische Multisystemerkrankung, die das Leben der Betroffenen massiv einschränkt. Viele leiden unter extremen Symptomen, und bislang gibt es keine heilende Therapie. Umso wichtiger ist es, Aufmerksamkeit zu schaffen und die Forschung zu unterstützen.
Statt euren Pfandbecher zurückzugeben, könnt ihr ihn ganz einfach spenden und damit helfen, genau hier etwas zu bewegen. Die Spenden fließen in Projekte zur Aufklärung und Forschung, wie sie unter anderem von der Initiative „Empty Stands“ vorangetrieben werden.
Gesammelt wird vor dem Spiel, in der Halbzeit und nach dem Spiel.
Jeder Becher zählt – danke für eure Unterstützung!

Bilder und Informationen zu den am vergangenen Spieltag gezeigten Spruchbändern findet ihr auf dem Bild verlinkt.

